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Wer sind wir? Was wollen wir?
Die katholische Pfadfinderschaft Europas ist ein Bund von jungen Menschen und junggebliebenen Erwachsenen, die sich der "Pfadfinderidee" nach ihrem Gründer Baden-Powell verpflichtet fühlen.
Unser Ziel ist es, die ganzheitliche Entwicklung der Jungendlichen in Eigenverantwortung zu fördern, damit sie in echter Jugendgemeinschaft und mit dem Angebot geistlicher Orientierung zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten heranreifen und in Beruf, Familie oder geistlichem Stand ihren Weg und ihre Aufgabe im Reich Christi finden.
Zauberformeln für das Leben gibt es nicht,
aber wir können die bekannten Prinzipien anwenden.
1. Die Pflicht des Pfadfinders beginnt zu Hause.
2. Verantwortungsbewusst gegenüber seinem Land, tritt er für ein freies und brüderliches Europa ein.
3. Als Sohn der Kirche ist der Pfadfinder stolz auf seinen Glauben. Er arbeitet daran, das Reich Christi in seinem eigenen Leben und in der Welt, die ihn umgibt zu errichten.
Als Grundlage unserer Arbeit betrachten wir die fünf Ziele und die acht Wesensmerkmale der pfadfinderischen Erziehung:
Die fünf Ziele der pfadfinderischen Erziehung
1. Gesundheit:
Baden Powell hatte ein gutes Gespür dafür, dass junge Leute, erst einmal gesund sein müssen; gesund - nach individuellem Maßstab. Gerne nehmen wir auch benachteiligte Jugendliche auf. Dann heißt es: "Pfadfinder - trotz allem!"
2. Sinn für das Konkrete:
Pfadfinder lernen vor allem im Umgang mit dem weiten Spektrum von Pfadfindertechniken (vom Spurenlesen - bis hin zum Bau von Blockhütten) - Learning by doing! Scouting is doing! Wir Pfadfinder sind keine weltfremden Theoretiker, sondern lernen klar strukturiert zu denken und richtig zu urteilen, um dann je nach Notwendigkeit zupacken und mithelfen zu können.
3. Charakterformung und Entwicklung der Persönlichkeit
Hier geht es um die Selbstverwirklichung im echten Sinne des Wortes: Wir wollen aus uns und unseren Anlagen das Beste machen und erwerben uns praktisches Grundwissen über Charakter- und Persönlichkeitsbildung, über gegenseitige, soziale Unterstützung und über viele lebenspraktische und aktuelle Themen.
Die Methode der Pfadfinderei bietet uns dazu viele Möglichkeiten: sich Erprobungen zu erarbeiten, auf Lager und Fahrt zu gehen, an Wettkämpfen teilzunehmen, früh Verantwortung in der Kleingruppe zu übernehmen, diese zu führen, vielfältige Formen der Aus- und Weiterbildung zu nutzen und so Ideale in Gemeinschaft zu leben: Versprechen, Pfadfindergesetz, Prinzipien und Wahlspruch!
4. Geist des Dienens
Wir wollen uns in freier Entscheidung im Dienst für Gott und unsere Mitmenschen üben:
5. Offenheit für den Glauben an Gott
Unser Glaube ist für uns die Grundlage des Handelns und wir leben ihn als etwas ganz Natürliches und Schönes. Wir wollen in der Natur die Spuren Gottes entdecken, IHN als Herrn und Schöpfer erkennen, IHN in der Gemeinschaft seiner Kirche verehren und fähig werden, unsere Überzeugungen glaubwürdig zu leben und sie weiterzugeben.
Warum brauchen wir die KPE?
Kinder und Jugendliche sind in unserer Gesellschaft verschiedensten Einflüssen ausgesetzt. Manche von ihnen tragen nicht immer zu einem gelingenden Leben bei. Die Katholische Pfadfinderschaft will die jungen Menschen nicht gegen diese Einflüsse abschotten, denn sie gehören zum Leben in der modernen Welt. Es ist aber wichtig, einen Ausgleich dazu zu schaffen. In der Pfadfindergruppe lernen unserer Kinder, auf christlich-selbstbewusste Weise damit umzugehen.
Wie arbeiten wir?
Unser Bund verknüpft im Dienste des gemeinsamen pfadfinderischen Erziehungsziels das Wirken aller seiner Mitglieder, Gruppen und Stämme. Dies verdeutlichen wir durch eine einheitliche Kluft, die uns mit den Idealen unserer Pfadfinder im internationalen Verband der UIGSE und weltweit verbindet.
Das Pfadfindergesetz ist uns in seiner klaren Wertorientierung verbindlicher Leitfaden für all unsere pfadfinderischen Aktivitäten. Es umschreibt mit wenigen, einfachen Worten das Bild eines Pfadfinders. Auf dieser Grundlage bauen wir unsere Werteerziehung auf.
In kleinen, altersgemischten Gruppen lernen die Jugendlichen frühzeitig Verantwortung für verschiedene Ämter in der Kleingruppe zu übernehmen. Ein System von gegliederten Aufgabenstellungen (Erprobungen) bietet ihren dazu die Grundlage des pfadfinderischen Programms. Nach einer gewissen Zeit der Einführung und Erprobung darf der Pfadfinder in einem feierlichen Rahmen sein Pfadfinderversprechen ablegen.
Die KPE kennt für jede Alterstufe zur Orientierung und Motivation einen eigenen Wahlspruch:
Für die Wölflinge (7-12) lautet er ganz konkret: "Unser Bestes!",
für die Pfadfinder- und Pfadfinderinnenstufe (12-17) steht das bekannte "Allzeit bereit!"
und für die Ranger- und Roverstufe das Ziel unserer Erziehung: "Ich diene!".
Die Jugendlichen finden ihren Platz im Leben und stellen sich ganz in den Dienst ihrer Aufgabe. Kontinuierlich aufeinander aufbauend, werden die Kinder und Jugendlichen in ihrer persönlichen Reifung so in ihren jeweiligen Lebensaufgaben unterstützt. Das "Aushängeschild" der Pfadfinderei - die tägliche gute Tat - ist dazu ein gutes Training!
Baden-Powells "Pfadfindermethode" zur Erziehung junger Menschen gründet auf einer systematisch aufbauenden Selbsterziehung mit 8 Wesensmerkmalen.
So wie eine Kohte nur gut stehen kann, wenn alle Teile miteinander verknüpft sind, so funktioniert Pfadfinderleben nur, wenn alle 8 Wesensmerkmale gemeinsam verwirklicht werden.
Allein im deutschen Sprachraum gibt es über 50 verschiedene Pfadfinderbünde oder Gruppierungen der bündischen Jugend, fast alle tragen Kluft, die meisten benutzen eine stilisierte Lilie als Abzeichen.
Wie die Lilie früher vielfach die Spitze der Kompassnadel schmückte und so ein Zeichen der Stetigkeit und Treue zum rechten Ziel hin war, so ist uns die Lilie im roten Kreuz auch stets Symbol und Richtungsweisung für unsere pfadfinderische Jugendarbeit.
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